Beichte
„Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre,
 
und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.“ (1 Joh 1, 8-9)
 
 
Buße tun, das heißt auch von neuem auf die Menschen zugehen, mit ihnen gehen. Buße tun ist nicht nur eine Notwendigkeit des einzelnen, es ist auch eine der Gemeinschaft. Christen tun miteinander Buße. Sie ringen um einen Lebensstil, der dem Evangelium entspricht. Es ist ein fortwährender Versuch, so gesinnt zu sein wie Jesus Christus (vgl. Phil 2, 5ff), der Versuch, auf dem Weg des Heiles voranzuschreiten.
 
Unter den liturgischen Formen der Buße und Sündenvergebung nimmt das Bußsakrament (Beichte) eine hervorragende Stellung ein. Im Auftrag der Kirche wird dem, der umkehrt, durch den Priester in der Vollmacht Christi im wahrnehmbaren Zeichen Versöhnung geschenkt. Für die Gläubigen, de sich in schwerer Sünde von Gott getrennt haben, bleibt das persönliche Bekenntnis und die persönliche Lossprechung die einzige ordentliche Weise, in der Kirche Versöhnung mit Gott zu finden. Aber auch denen, die sich keiner schweren Sünde bewusst sind, empfiehlt die Kirche, in Zeitabständen, in denen das eigene Leben noch überschaubar ist, das Bußsakrament zu empfangen. Darin kommt zum Ausdruck, dass jeder Gläubige immer neu der Vergebung und der Hilfe bedarf, die ihm im Bußsakrament geschenkt wird.